Kreativbranche ist wichtiger Wirtschaftsfaktor
[Aktualisiert im Januar 2023] Die Kreativwirtschaft in Sachsen-Anhalt wächst weiter dynamisch. Laut einem aktuellen Gutachten der Prognos AG stieg der Umsatz der Branche innerhalb weniger Jahre um rund 18% auf insgesamt rund 979 Millionen Euro. Die Zahl der Kreativen legte um 7% auf insgesamt 15.650 zu.

Im bundesdeutschen Vergleich weist Sachsen-Anhalt aber immer noch zu wenige Neugründungen auf. In den Rankings von deutscherstartupmonitor.de und startupdetector.de landet Sachsen-Anhalt stets auf den hinteren Plätzen. Wahrscheinlich gründen die Sachsen-Anhalter lieber gleich im benachbarten Berlin, dem deutschen Hotspot für Startup, Talente und Venture Capital. Startups aus der Hauptstadt erhalten insgesamt jährlich mehrere Milliarden Euro. Das sind 60% des gesamtdeutschen Wagniskapitals. Dennoch besteht der Vorteil Sachsen-Anhalts nicht nur in der Nähe zu Berlin. Laut Prognos schätzen Startups bei uns:

  • die attraktiven Arbeits- und Lebensverhältnisse sowie
  • Möglichkeiten der beruflichen Selbstverwirklichung (etwa vergleichsweise günstiges Raumangebot und Mietniveau),
  • eine starke Hochschullandschaft und
  • gute Rahmenbedingungen für Gründer.

Mit dem Mitteldeutschen Multimediazentrum (MMZ) ist Halle (Saale) ist nicht nur der bedeutendste Standort der Kreativ- und Medienwirtschaft in Sachsen-Anhalt, sondern auch ein wichtiger Player im deutschen Audiomarkt: So haben sich in und um das MMZ viele Audio Produzenten und Labels (Arthaus Musik, CALYRA, NeoAudio, East Music), Tonstudios (horchmal!, Sawdust Recordings, METRIX Media, Klangfee Media Sound) und auch MDR Studios (Radio Sputnik, Jump, mdr Kultur) sowie die RTL Group (Radio Brocken, 89.0 RTL) angesiedelt.

Laut Gründerszene gibt es jedoch noch weitere wichtige Argumente. So kann man in Sachsen-Anhalt sehr leicht qualifizierte Mitarbeiter finden, Aufmerksamkeit von Medien, Investoren und Politik gewinnen oder öffentliche Förderung erhalten. Das sich dafür sogar ein Umzug nach Sachsen-Anhalt lohnt, zeigen VISARIGHT (von Berlin nach Magdeburg mit Förderung in 7-stelliger Höhe), SOLAR MATERIALS (von Braunschweig nach Magdeburg), NorcSi (von Sachsen nach Halle) und die Frischemanufaktur (von München nach Halle, Förderung: 350.000 Euro). Die landeseigenen, von bmp Ventures verwalteten IBG-Fonds investieren jährlich über 20 Mio. Euro in hiesige Startups.

Zusätzlich gibt es vielfältige Förderprogramme in Millionenhöhe. Eine Liste der damit geförderten Vorhaben und deren Förderhöhe gibt es hier.

Laut Prognos-Studie fehlen noch branchenübergreifende Kooperationsmöglichkeiten. Mittlerweile bieten aber Gründertreffs, der monatlichen Webmontag oder der Startup Fight Club eine gute Gelegenheit, die Web- und Kreativszene in lockerer Atmosphäre kennen zu lernen.

Kreativbranche ist wichtiger Wirtschaftsfaktor

Matthias

Seit 1997 online und immer auf der Suche nach spannenden Digital-Projekten. Gründer und Geschäftsführer. Entwickelt und vermarktet seit 20 Jahren mit einem internationalen Team erfolgreich Tech-Webseiten und Software. Initiator des Coding Contest der Universität Halle-Wittenberg.

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