Medien, Manipulation und Manipulation durch Medien – wie Milch schwarz wird

Seit langem überlege ich schon, wie ich halbwegs neutral im Rahmen eines Blogbeitrags ein Thema beschreiben kann mit dem man ganze Bücher füllen könnte. Die Rede ist von der gezielten Beeinflussung des Individuums durch Medien. Dabei spielt es keine Rolle welche Medien das sind, eine Beeinflussung findet statt, das liegt in der Natur der Sache. Die eigentliche Frage, die sich jeder von uns stellen sollte, lautet: In wie fern ist diese Bewusst gesteuert und wird somit gezielt manipulativ eingesetzt.

In der Werbung ist die Antwort klar, das ist das erklärte Ziel von Werbung: Den Konsumenten durch eine Botschaft zu einer Handlung, z.B. den Kauf eines Produktes, zu bewegen.
In wie weit aber beeinflussen bzw. manipulieren aber unsere alltäglichen Informationsmedien?

Und wo ist die Grenze zwischen Beeinflussung und Manipulation?

Wegen der enormen Komplexität dieses Themas hätte eine von mir erarbeitete Antwort auf diese Fragen definitiv den Rahmen eines Blogbeitrags gesprengt, davon abgesehen dass ich mir das zeitlich überhaupt nicht erlauben könnte. Ich wollte das Thema schon wieder fallen lassen, als ich vor ein paar Tagen zufällig über ein Projekt gestolpert bin, das diese Antworten besser liefert als ich das jemals gekonnt hätte.
Es ist die Bachelorarbeit von Stefan Kempas, einem Studenten des Studienganges Digital Media an der Hochschule Ulm mit dem Titel „Schwarz wie Milch“. Aus urheberrechtlichen Gründen und wegen diverser Zusatzinformationen auf der zugehörigen Webseite kann/will ich den Film samt Hintergrundinfos nicht direkt hier einbinden.

Seht Euch den Film jetzt an liebe Leser und lest Euch die Hintergrundinformationen durch, es lohnt sich, danach geht es hier im Blog weiter…

 

Es ist schon erstaunlich mit welch einfachen und subtilen Mitteln vor allem in den Informationsmedien eine Beeinflussung stattfinden kann. Daher wiederhole ich gerne die Aufforderung: Und jetzt informiert Euch!

So langsam fragt Ihr Euch sicher auch was das alles mit Social Media, Werbung und Werbung in sozialen Netzwerken zu tun hat. Ganz einfach:
Was sich auf Medien wie Fernsehen und Zeitungen anwenden lässt um zu beeinflussen, lässt sich auch in der Welt von Facebook, Twitter, Google+ und Co. anwenden, nur nicht ganz so einfach.
Und genau diese Tatsache stellt Chance und Risiko zugleich für Unternehmen in sozialen Netzwerken dar. Grob vereinfacht ausgedrückt:
Man erreicht leicht eine hohe Anzahl Menschen und kann sich ihnen im besten Licht (wir erinnern uns: Das erklärte Ziel von Werbung, siehe oben) präsentieren, je nach dem wie gut man das tut stellen sich bereits nach kurzer Zeit messbare Erfolge ein. Das Risiko besteht darin, dass man die Beeinflussung übertreibt oder Dinge verschweigt, die ein Großteil der eigenen Zielgruppe als negativ wertet. Wenn diese Art der Beeinflussung auffliegt, ist der nächste Shitstorm vorprogrammiert.

In diesem Sinne hoffe ich Euch ein wenig zum Nachdenken angeregt zu haben.
Und immer dran denken: Jedes Blatt hat zwei Seiten, also informiert Euch!

Medien, Manipulation und Manipulation durch Medien – wie Milch schwarz wird

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