Kooperation der zwei Welten

Gemeinsame Aktion von Arbeitsagentur Halle und Kompetenzzentrum für Medienkommunikation

Im Herbst 2011 einigten sich die Arbeitsagentur Halle und der Verein Kompetenzzentrum für Medienkommunikation e.V. auf zwei gemeinsame Vorträge im Rahmen der Berufsvorbereitung des Berufsinformationszentrums, kurz BIZ.

Dazu reichte der Verein zwei Konzepte jeweils im Bereich Social Media und Nanotechnologien ein. Schülern der 8. Klasse und aufwärts sollten neue Berufsfelder und der Weg dorthin aufgezeigt werden. Nach dem üblichen Hin und Her wurde vereinbart im Frühjahr 2012 je einen Vortrag aus den jeweiligen Branchen gemeinsam durchzuführen. Vor allem das neue Feld Social Media verursachte nicht nur bei der Agentur für Arbeit kleine bis große Fragezeichen. Auch die anzusprechende Zielgruppe wusste wohl noch nicht so recht etwas mit dem Thema anzufangen. So fanden sich 8 Personen am 19. April um 16:30 im BIZ Halle ein, um dem Vortrag beizuwohnen.

Was wir Vortragenden (Roland Hemmpel und Manuel Hiemer) unterschätzten, war, wie sehr man sich in diesem Umfeld an die kleinen Details der eingereichten Unterlagen halten muss, oder besser gesagt sollte. Denn wir haben den Vortrag so gestaltet, wie wir ihn am sinnvollsten für Thema und Zielgruppe hielten. Das kam zwar beim Großteil der 8 Personen, nämlich 7, sehr gut an. Eine Person war jedoch sehr unzufrieden mit dem Vortrag. Was war passiert?

Berufsvorbereitung, Berufsbilder und Vorqualifikation

In der noch jungen Geschichte unseres Vereins und der täglichen Arbeit in unserem Job stellten Roland und ich fest, dass das Grundwissen im Bereich Social Media nicht mit Berufsfeldern wie Ingenieurwesen oder Elektromechanik zu vergleichen ist. Dazu kam, dass es unser erster Vortrag im Rahmen einer BIZ Veranstaltung war. Wir entschlossen uns also die bekanntesten Kanäle kurz vorzustellen, dann zu zeigen worauf man achten muss und wie das „neue Internet“ in Schule und Studium seinen festen Stammplatz eingenommen hat. Dann zeigten wir auf, in welchen Gebieten man Social Media Arbeit verrichten wird und wie man auch an reguläre Arbeitsstellen besser „rankommen“ kann. Was wir nicht konkret darlegten war der genaue Bildungsweg bzw. Ausbildungsweg dorthin. Auch ein eindeutiges Berufsbild haben wir nicht im Detail skizziert. Das rief Unmut hervor. Denn es reicht eben nicht, zu zeigen, wo man sich die genauen Berufsbilder anhand realer Menschen und deren Positionen im Internet ansehen kann. Eine neue Erkenntnis für uns „Nerds“.

Abgesehen von diesem Makel schien der Vortrag jedoch gut angekommen zu sein. Selbst die zuständige Berufsberaterin der Agentur für Arbeit war erfreut darüber, einiges an neuen Erkenntnissen aus dem Vortrag mitgenommen zu haben. Nur eben eine gewisse Teilnehmerin nicht, die genau das geboten haben wollte, was im Flyer stand. Wir sind uns sicher, dass dieses Berufsfeld in Zukunft viele Arbeitsplätze schaffen wird. Allerdings muss man die gewohnten Vorgehensweisen und Gepflogenheiten beiseite legen, sich den neuen Methoden und Abläufen öffnen und definitiv ein Mensch sein, der es vorzieht offen gegenüber dem Rest der Welt zu sein und dies täglich zu leben. Dies steht allerdings im krassen Gegensatz zu den bisher üblichen Bewerbungs- bzw. Einstellungsmethoden, die eher an den Direktvertrieb erinnern als an die Vorbereitung für eine langfristige Bindung.

Holpriger Start aber sinnvollen Zusammenarbeit

Auch wenn der Start der Zusammenarbeit durch den nicht ganz so erwarteten Vortrag eher etwas holprig war, so scheint es doch so zu sein, dass dieses Miteinander sehr viel Sinn ergibt. Die Agentur für Arbeit hat den Auftrag Arbeitssuchende in Arbeit zu bringen. Das Kompetenzzentrum für Medienkommunikation e.V. beschäftigt sich mit einer Branche in der das Bedürfnis an Arbeitnehmern stetig wächst, die aber noch in den Kinderrschuhen steckt. Was würde sich da nicht mehr anbieten, als gemeinsam zu versuchen, dem Markt und seinen Teilnehmern zu helfen.

Ich würde mich sehr freuen, weitere Vorträge für Interessierte auf diesem Gebiet zu halten.

Euer BIZ-Pionier Manuel Hiemer

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